Abkehr vom Tütenmeer

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Jedes Jahr verenden über eine Million Seevögel qualvoll durch den Müll, der in unseren Meeren treibt. Aber auch Schildkröten und über 100.000 Meeressäuger kommen jährlich durch unseren Dreck ums Leben. Die Tiere ersticken in Sechserpackträgern, strangulieren sich mit treibenden Netzresten oder verhungern, weil ihre Mägen mit Plastikteilen verstopft sind. Das hat Greenpeace bereits 2006 gemeldet. Aber mittelerweile eskaliert die Lage. Nicht nur weit entwerte Gegenden sind betroffgen. Auch unsere Nachbarschaft ist mit Plastikmüll kontaminiert. Auch über den Plastikmüll an der Hunte haben wir am Infostand gesprochen.

Seit vielen Jahren verkommt unsere Welt immer mehr zu einer Konsumwelt. Zu den vielen Produkten werden aber auch Dinge gekauft, die nur eine kurze Verwendungszeit aufweisen. So wird eine Einkaufstüte nur wenige Minuten verwendet und ist aber selbst in Jahrhunderten noch nicht verwittert. Wie mit den Plastiktüten ergeht es auch anderen Gegenständen, wie z.B. Verpackungen. Die Kunststoffe verwittern nicht sie zerbrechen nur in immer kleinere Teile. Insbesondere für Meeresbewohner stellt dieser Plastikmüll eine große Gefahrenquelle dar. Schnell werden Plastikteilchen mit Futter verwechselt und landen in den Mägen der Tiere. Da das Plastik weder verdaut noch abgebaut wird, verenden die Tiere jämmerlich an dem von Menschen leichtfertig weggeworfenen Plastikmüll. Über die Jahrzehnte mit Plastik ist inzwischen so einiges zusammen gekommen. Mittlerweile gibt es riesige Müllteppiche in den Ozeanen.

Wir haben daher die Vorweihnachts  - als Zeit des gesteigerten Konsums zum Anlass genommen, um auf das Problem aufmerksam zu machen und die Menschen hinsichtlich ihrer Verantwortung für die Umwelt zu sensibilisieren.

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