Welle machen gegen Plastik

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Unter dem Motto #wellemachen sammelten wir zusammen mit 8 freiwilligen Unterstützen am Samstag, dem 19.03.2016 an der Hunte Plastikmüll. Unterhalb der Autobahnbrücke hat sich so einiges angesammelt. Jeder der 15 Teilnehmer hatte im Schnitt schon nach 30 min einen ganzen Müllsack voll. Nach 90 Minuten war dann endgültig unsere absolute Transportkapazität erreicht. Dort gab es dann jede Menge irritiert Gesichter. Die Passanten haben nicht schlecht gestaunt, was vom Wasser angeschwemmt und vom Winde verweht wurde. Ob vom Boot gefallen, aus dem Auto geworfen, vom Fahrrad gefallen oder bei der Kohlfahrt vergessen.

Anschließend wurde der Müll künstlerisch in Form eines Fisches in der Fußgängerzone präsentiert. Diese lokale Aktion war Teil einer bundesweiten Aktion, bei der Greenpeace-Ehrenamtliche gegen die zunehmende Vermüllung der Meere protestierten. In Oldenburg wurde dafür an der Hunte vom Klärwerk flussabwärts Müll gesammelt. „Wir krempeln die Ärmel hoch als Zeichen für den Meeresschutz“, sagte Christina Kieserg, Meeresexpertin von Greenpeace Oldenburg. „Egal ob an der Ostsee oder in den Alpen: Plastik gelangt oft über die Flüsse ins Meer. Dort verrottet es nicht, sondern belastet für mehrere hundert, wenn nicht tausende Jahre die Ökosysteme.“ Wir waren schockiert von der Menge und von den Dingen. Klar mit Party-Überresten hat jeder gerechnet, aber Dutzende Schuhe, Unmengen an Feuerzeugen, Verschlussdeckeln waren einfach erschreckend. Überrascht waren wir aber auch durch Funde wie jede Menge Styropor, einem Golfball, Urinbeutel, Windeln, Flagge, PkW-Anhängerplane,Leitpfosten, Hunde- und Kinderspielzeug oder einen Personalausweis. Neben Plastikmüll gab es auch Unmengen an Dosen, Whisky, Wodka und anderen Glasflaschen. Es ist einfach Unfassbar, was wir trotz kürzlicher Räumung der Stadt am Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiese kurz vor dem Beginn der Brutsaison gefunden haben.

Nochmals ein herzliches Danke an alle, die uns beim Müll-Sammeln, der Plastik Müll-Präsentation und dem Infostandrückbau unterstützt haben!

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