Welle machen gegen Plastikmüll

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Am 26. Juni legte die Beluga II in Oldenburg an. Dort fanden sich unter anderem im Laderaum eine Ausstellung über den faszinierenden Lebensraum Meer und seine Gefährdung durch Plastikmüll.

Neugierige BesucherInnen hatten die Gelegenheit das Schiff kennenzulernen und sich über Meeresschutzgebiete, Ölförderung im Wattenmeer und vor allem, anhand von teilweise kunstvollen Anschauungsobjekten, über das Thema Plastik im Meer zu informieren. Bei kostenlosen Schiffsführungen erhielten sie einen Einblick in das Leben an Bord und die Arbeit von Greenpeace. Ehrenamtliche führten durch die Ausstellung im Bauch der Beluga. Darüber hinaus lud Greenpeace ein, gemeinsam „Welle zu machen“ – für den Schutz der Meere und gegen Plastikmüll im Meer – auch in den Sozialen Medien: Wer es nicht an Bord geschafft hat, kann die Fahrt der Beluga weiterhin auf Facebook und Twitter verfolgen. Unter dem Hashtag #wellemachen können Sie sich Greenpeace anschließen und selbst zum Schutz der Meere aufrufen.

Unter Deck erhielten die Gäste an Bord einfache Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll im Alltag, tauchten in die Unterwasserwelt ein, lauschten Meeresgeräuschen und lernten ein paar tierische Besatzungsmitglieder kennen. Denn aus dem vom Verein Jordsand und Greenpeace an der Nordseeküste gesammelten Plastikmüll hat die Künstlerin Antje Truelsen bunte Upcycling-Kunstwerke erschaffen: Weggeworfene Waschmittelflaschen und Plastiktüten wurden zu Meeresbewohnern wie Garnele, Mantarochen und Qualle.

Natürlich wollen wir auch etwas Gemeinesames bewegen. Mit einer Unterschriftenliste suchen wir viele Unterstützer für unsere Forderungen:

Die Forderungen:

  • Ein Netzwerk von großflächigen Meeresschutzgebieten, das mindestens 40 Prozent der Meere umfasst
  • Ein sofortiges Verbot jeglicher Art der Tiefseeausbeutung auf Hoher See
  • Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-(FFH)Richtlinie auf nationaler Ebene
  • Umsetzung der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie auf nationaler Ebene: Bis 2020 sollen 10 % der Meere Schutzgebiete sein (40% wären GP-Wunschvorstellungen)
  • Weg von der linearen Wegwerfwirtschaft hin zur echten Kreislaufwirtschaft
  • Senken des Plastikverbrauch nach den 5 R-Prinzipien: Refuse, Reduce, Reuse, Repurpose, Recycle (d.h. Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden, mit neuem Zweck einsetzen, Recyceln)
  • gesetzliches Verbot von Einwegtragetaschen (d.h. der „klassischen“Einkaufstüten an der Kasse)
  • gesetzliche Besteuerung von dünnwandigen Knotenbeuteln (z.B. Obst- & Gemüsetüten)
  • gesetzliches Verbot von Mikroplastik in Kosmetika (kurzfristig)
  • gesetzliches Verbot von sämtlichen Plastiksubstanzen in Kosmetika (langfristig)

Dies können  Sie selbst tun:

  • Werden Sie hier Meeresschützer
  • Reduzieren Sie privat unnötiges Plastik, achten Sie beim Kauf von Kosmetik auf die Inhaltsstoffe und kaufen Sie mit Ihrem Rucksack, Korb oder Ihrer Stofftasche ein
  • Werden Sie mit aktiv, befreien Sie Ihre unmittelbare Umwelt von Müll
  • Nehmen Sie sich Zeit beim Kaffeetrinken, verwenden Sie Ihren ausspülbaren Thermobecher und vermeiden Sie "To Go Becher"
  • Sammeln Sie Müll und trennen Sie diesen
  • Reparieren Sie defekte Produkte, gestalten Sie sie um oder machen Sie Ihr persönliches Upcycling.

 

 

Weiterführende Links

Der SWR berichte in einem Beitrag über die Tour

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