Klimakiller Esso

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Oldenburg, 16. 8. 2002 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Oldenburg protestieren heute vor mehreren Esso-Tankstellen sowie auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg gegen die klimafeindliche Politik des Ölkonzerns Esso. Der Esso-Tiger, die Werbefigur des Konzerns, hat sich dem Protest der Umweltschützer angeschlossen und meint: "E$$O spinnt - ich steig aus beim Klimakiller". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Informationstour von Greenpeace.

"Sintflutartige Regenfälle in Europa, Dürren und Stürme in den USA, abschmelzende Gletscher weltweit: Die Anzeichen einer drohenden Klimakatastrophe sind unübersehbar", sagt Matthias Lange, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Oldenburg. "Doch Esso will von einer Mitverantwortung am Klimawandel nichts wissen."

Esso bestreitet den wissenschaftlich längst belegten Zusammenhang zwischen der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas und der Erderwärmung. Damit nicht genug: Esso sabotiert die internationalen Anstrengungen zum Klimaschutz und nahm wesentlichen Einfluss auf die US-Regierung, die das Kyoto-Protokoll ablehnt. Im Gegensatz zu anderen Ölkonzernen investiert Esso nicht in erneuerbare Energien. "Esso macht Milliardengewinne auf Kosten von Klima und Umwelt nach dem Motto: Nach uns die Sintflut. Aber die Sintflut kommt schneller als gedacht", so Lange. Greenpeace fordert Esso auf, sich zu seiner ökologischen und sozialen Verantwortung zu bekennen. Esso muss seine Blockadehaltung gegen den Klimaschutz aufgeben und endlich in erneuerbare Energien investieren.

Viele Klimaforscher sind sich einig: Die verheerenden Überschwemmungen, wie wir sie jetzt in weiten Teilen Europas erleben, sind nur ein Vorgeschmack auf den beginnenden Klimawandel. In der Zukunft könnten sich solche Katastrophen häufen. "Die Auswirkungen des Klimachaos gehen alle an. Auch wir in Deutschland werden uns auf starke Unwetter und Stürme einstellen müssen", warnt Lange. "Es ist reiner Zufall, dass Oldenburg bisher von extremen Regenfällen verschont geblieben ist."

Greenpeace fordert von der Bundesregierung, sich auf dem kommenden UN-Klimagipfel in Johannesburg (26.8.-4.9.2002) dafür einzusetzen, dass Großkonzerne wie Esso weltweit für ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden können.

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