Flugblatt vom 01. August 2002

Der Stromkonzern E.ON ist ein Hauptsponsor des Oldenburger Kultursommers und weiterer Kulturveranstaltungen in Deutschland. E.ON versucht sich so als modernes, sauberes Unternehmen zu präsentieren. Doch auch Werbeträger wie Arnold Schwarzenegger oder Veronica Verres können nicht über das wahre Gesicht des Konzerns hinwegtäuschen: E.ON produziert dreckigen Atomstrom auf Kosten von Menschen und Umwelt!

Seit Juni 2001 ließ E.ON fünf Züge mit Castor-Behältern vom Atomkraftwerk Unterweser durch Oldenburg zur Wiederaufarbeitung nach England rollen. Die Transporte mit dem hochradioaktiven Atommüll fahren entlang der Bahnstrecke Hude-Leer mitten durch Oldenburger Wohngebiete und die Innenstadt. Jeder dieser Transporte bedeutet eine große Gefahr für die Bevölkerung, denn die Castor-Behälter sind weder für realistische Unfallszenarien ausgelegt noch ausreichend praktisch getestet. Nicht nur die Bürger wissen nichts von der Gefahr vor ihrer Haustür, auch Behörden und Katastrophenschutz sind nicht informiert und im Ernstfall hilflos.

Ziel der E.ON-Atomtransporte ist die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in England. Was wie Recycling von Atommüll klingt, ist in Wahrheit ein schmutziges Geschäft. Ein Teil der radioaktiven Abfälle wird direkt in die Irische See geleitet, die Umgebung der Anlage ist bereits stark radioaktiv verseucht. Die verheerende Folge: In der Umgebung der Atomanlage ist die Leukämierate bei Kindern um das Zehnfache höher als im Landesdurchschnitt. Mit daran beteiligt: E.ONs Atommüll.

Kultur braucht Unterstützung, aber einen Sponsor wie E.ON hat der Kultursommer nicht verdient.

Deshalb: E.OFF! E.ON abschalten!

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