Plastik-Smog im Wohnzimmer

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Was geschieht mit unserem Plastikmüll? Wie weit ist Plastik schon in die Nahrungskette vorgedrungen? Und haben wir wirklich einen Ozean voller Plastik? Diese und andere Fragen wollten wir klären und haben hierfür zusammen mit dem Gegenlicht Unikino Oldenburg den Film „A Plastic Ocean“ gezeigt.

Wie problematisch das "weg"-werfen von Plastik tatsächlich ist, zeigt der Film von Craig Leeson sehr deutlich: Eine Smog-artige Platikwolke im "Wohnzimmer" der Blauwale, Müll auf dem Grund des Mittelmeers, havarierte Container, deren Inhalt von Millionen kleiner Plastikpellets einen chinesischen Strand wie Schnee überzieht und die kleine Insel Tuvalu nahe Fiji, die im eigenen Müll ertrinkt. Sehr eindrücklich wird erklärt, was mit dem Plastikmüll in den Ozeanen geschieht und welche Auswirkungen dies auf unser aller Leben hat. Wer nun neugierig geworden ist sollte den Film selbst anschauen. In unserer anschließenden Diskussion wurde jedenfalls klar: Jeder einzelne kann etwas tun! Aber auch die Politik und die Industrie sind gefragt. Nach wie vor ist Deutschland innerhalb der EU einer der Spitzenreiter beim Plastikverbrauch, daher besteht hier Handlungsbedarf.

Immerhin: Ende letzten Jahres hat sich die EU auf eine Richtlinie zum Verbot für Einwegplastik geeinigt. Bis zur Implementierung und der Umsetzung in nationales Recht werden vermutlich noch zwei Jahre vergehen. Mit Beginn dieses Jahrs gab es in Deutschland jedoch schon eine Änderung im Verpackungsgesetz, wodurch die Recyclingquote für Plastikmüll von 36 % auf 58,5 % angehoben wurde.

Fordere auch du die großen Konzerne auf den Gebrauch von Einweg-Verpackungen zu reduzieren: https://act.greenpeace.org/page/21680/petition/1?locale=en-GB