Wald retten! Kohle stoppen!

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Liebe Leute,

Mit der Räumung der Baumhäuser Im Hambacher Forst beginnen die ersten konkreten Schritte zur Rodung des Waldes durch die RWE. Noch während die Kohlekommission über einen gesellschaftlichen Konsens zum Kohleausstieg verhandelt, betreibt der Energieriese unbeirrt die Zerstörung eines 12.000 Jahre alten Biotopes, um seinen Braunkohletagebau zu erweitern. Deshalb rufen der BUND, Campact, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschlands zu einer Demonstration am 6. Oktober am Hambacher Wald auf. Die Verbände haben zudem eine Eil-Petition gegen die Rodung des Forstes eingerichtet, der sich bereits über 500.000 Bürgerinnen und Bürger angeschlossen haben: https://www.greenpeace.de/retten-statt-roden. Wer möchte, kann sich auch auf den sozialen Medien mit #hambibleibt #sonstkommenwir solidarisch zeigen.

Die Organisatoren der Demo stehen für friedlichen und gewaltfreien Protest. Gewaltanwendung im Hambacher Wald – egal von welcher Seite – verurteilen die Verbände scharf.

Martin Kaiser, Geschäftsführer Greenpeace: "Offenbar will RWE-Chef Schmitz einen Kompromiss in der Kohlefrage auf jeden Fall verhindern. Mit jedem gefällten Baum heizt er den Konflikt auf, statt verantwortungsvoll zu einer Lösung beizutragen. Wenn Bundeskanzlerin Merkel den Erfolg der Kohle-Kommission wirklich will, muss sie Schmitz jetzt zur Vernunft rufen. Wenn der Chef einer der größten europäischen Kohlekonzerne für den Klimawandel nur ein Achselzucken übrig hat und die Situation absichtlich eskaliert, muss die Regierung handeln."

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): "Ab Herbst will RWE den Hambacher Wald ohne Not weiter roden und damit neue Flächen für den Kohleabbau erschließen. Damit will der Konzern offensichtlich zeigen: Er ist an einem gesellschaftlichen Konsens zum Kohleausstieg nicht interessiert. Die Arbeit der Kohle-Kommission soll damit unterlaufen und ein breiter gesellschaftlicher Konsens verhindert werden."

"Einen uralten Wald zerstören und am Kohleausstieg sägen – diese rücksichtslose Strategie von RWE trifft jetzt auf den Widerstand einer breiten Bürgerbewegung. Mit vielen Tausenden Menschen gehen wir am Tag, bevor RWE im Hambacher Wald roden will, auf die Straße – für unser Weltklima und die Rettung des Hambacher Waldes", sagte Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact.

"Mit der Zerstörung des Hambacher Waldes setzt RWE seine ökologisch und klimapolitisch unverantwortliche Unternehmenspolitik fort. Dem werden wir unseren bunten und kreativen Protest entgegensetzen. Gemeinsam werden wir am 14. Oktober RWE deutlich machen, dass diese ökologisch unverantwortliche Unternehmenspolitik beendet werden muss. Deshalb: Kohleausstieg selber machen! Zu einem ökologischen Stromanbieter wechseln", sagte Uwe Hiksch, Bundesvorstand Naturfreunde Deutschlands.

Kommt alle zur friedlichen Demonstration am Samstag, den 6. Oktober um 12 Uhr!

Unser Treffpunkt: Auf der Landstraße 276 zwischen der Abzweigung der Landstraße 257 und der Autobahnbrücke in Richtung Buir.

Bei der ehemaligen Autobahn im Hambacher Wald findet ab 13:30 Uhr die Abschlusskundgebung statt.
Bitte mitbringen: Geländegängige Kleidung, u.U. Regenschutz, Banner, Schilder etc.